Horrorszenarien werden
bittere Wirklichkeit
Dramatischer Wertverlust der
Landesbank bleibt
an den bayerischen Steuerzahlern
hängen – Konsequenzen für Miltenberger Sparkasse müssen geklärt werden – Petra
Münzel fordert eine Sondersitzung des Kreistags
München / Landkreis Miltenberg
(13.2.2008). Zu den heute bekannt gegebenen vorläufigen Verlustzahlen der
Bayerischen Landesbank im Zuge der US-Hypothekenkrise erklärt der grüne
Haushaltspolitiker Eike Hallitzky:
„Die dramatischen Horrorszenarien,
die in den letzten Wochen und Monaten über die drohenden Auswirkungen der
US-Hypothekenkrise auf die Bayerische Landesbank kursiert sind, sind bittere
Wirklichkeit geworden: Die Landesbank muss Verluste in Milliardenhöhe
verbuchen. Auch wenn die Landesbank die Krise nun mit dem Verweis auf eine
unveränderte Dividendenauszahlung schönzureden versucht: Die Folge ist ein
dramatischer Wertverlust der Landesbank insgesamt, den mittelbar die
bayerischen Steuerzahler auffangen müssen.
Ein Skandal für sich ist dabei das
verheerende Krisenmanagement von Landesbank und Bayerischer Staatsregierung.
Die durchsichtige Strategie der BayernLB und von
Finanzminister Huber, die Zahlen so lange wie möglich unter der Decke zu
halten, ist grandios gescheitert. Noch gestern hat der Finanzminister versucht,
dem Haushaltsausschuss vorzugaukeln, dass er über keinerlei belastbare Zahlen
verfüge. Der Minister wird sich warm anziehen müssen, wenn er morgen vor dem
Landtag erklären muss, warum er das Parlament derart massiv hinters Licht
führen wollte.“
Die Befürchtungen der Miltenberger
Grünen sieht der Kreisvorsitzende und Kreisrat Jens Marco Scherf bestätigt. „Es
ist sogar schlimmer als von uns erwartet – nicht nur durch die Geschäfte der WestLB, auch durch die BayernLB
geraten unsere regionalen Sparkassen in Bedrängnis. Die Konsequenzen für die
Miltenberger Sparkasse und die Kunden im Landkreis Miltenberg sind unverzüglich
in einer von Landratskandidatin Petra Münzel beantragten Sondersitzung zu
klären. Aufklärung ist angesagt, nicht wie in der Vergangenheit durch die Landes-CSU und die CSU im Landkreis oft genug ein Mantel
des Schweigens“, unterstützt Scherf die Initiative von Petra Münzel.