Bündnis 90/DIE GRÜNEN
Kreistagsfraktion
Jens Marco Scherf
Carl-Wiesmann-Str. 11
63939 Wörth am Main
P R E S S E M I
T T E I L U N G
Grüne Erfolge bei der Pflegetonne
und beim Klimaschutz und der Sparkasse gewürdigt
Ja der Kreis-Fraktion zur
Biogasnutzung im Landkreis – Keine Denkverbote beim Standort
Landkreis
Miltenberg. Die Initiativen der Grünen-Fraktion im Landkreis zeigen immer öfter
konkrete Erfolge, bilanzierte erfreut Fraktionssprecher Jens Marco Scherf bei
der jüngsten Sitzung in Wörth. „Dank eines Grünen-Antrags im Kreistag, dem
entschiedenen „Nein“ im Wörther Stadtrat zur neuen Windelsackvereinbarung und
mit massiven Bürgerprotesten im Rücken wurde die Abschaffung der Pflegetonne
für pflegebedürftige Menschen rückgängig gemacht“, fasste Kreisrat Scherf
zusammen.
Im Zuge der Einführung eines Windelsacks
für Familien mit Kindern unter zwei Jahren hatte die Kreistagsmehrheit die
Abschaffung der größeren Tonne für Pflegepatienten beabsichtigt. Dagegen hatten
sich die Grünen nach Bürgerprotesten und einer Ablehnung im Wörther Stadtrat
mit einem Antrag gewandt und für den Erhalt der Tonne anstelle einfacher Säcke
gewandt.
„Eine Eilentscheidung des Landratsamts ist
ein außergewöhnlicher Vorgang“, meinte Vize-Fraktionssprecherin Petra Münzel.
„Die geplante Abschaffung der Pflegetonne durch Plastiksäcke war einfach bürgerunfreundlich
und unsinnig“, freute sich auch Kreisrätin Hannelore Kreuzer über den Erfolg,
denn auch sie berichtete über massive Proteste betroffener Menschen. Scherf hob
neben den Bürgerprotesten auch positiv das überparteiliche Engagement einiger Stadt-
und Kreisräte hervor und regte an, dass diese Lösung auch für die Familien
junger Kinder geprüft werden solle.
Marion Becker verwies auf die nun im
Bauausschuss beschlossene energetische Sanierung der Kreisgebäude. „Das ist
genau das, was wir Grünen genau vor einem Jahr im Kreistag beantragt hatten –
nun wird eine Grünen-Forderung für den Klimaschutz umgesetzt“, erklärte
Kreisrätin Becker. Das hätte bereits vor einem Jahr initiiert können, beklagte
sie, denn den damaligen Antrag der Grünen hatte die Mehrheit mit der Begründung
abgelehnt, der Landkreis hätte bei seinen Baumaßnahmen bereits alle Ziele
erreicht. „Jetzt ist ein Jahr verloren gegangen, und gemacht wird genau das,
was wir Grünen gefordert hatten: eine Prioritätenliste für die energetische
Sanierung“, monierte Marion Becker den unnötigen Zeitverlust.
Auch bei der Sparkasse hätte Schaden
vermieden werden können. Leider erst jetzt war eine Initiative der Kreis-Grünen
für das Regionalprinzip bei der bayerischen Landesbank und den Sparkassen als
Miteigentümer erfolgreich. In einem Brief an den Verwaltungsrat hatte
Kreisrätin Münzel im Namen der Grünen ihr Unverständnis über Investitionen der
BayernLB in internationale Konzerne wie Gazprom kritisiert und eine
Konzentration auf die Förderung regionaler und mittelständischer Unternehmen
gefordert. Nun teilt Landrat Schwing den Grünen als Verwaltungsratsvorsitzender
der Sparkasse mit, man teile die „Sorge über die Risiken, die im internationalen
Geschäft liegen“. Klar ist jedoch für die Grünen: „Hätte man auf die Kritik z.
B. von Seiten der Grünen auch im Landtag früher gehört und am Regional-prinzip
von Sparkasse und BayernLB festgehalten, wären den Menschen in Bayern die
Folgen des zweistelligen Milliardenverlusts erspart geblieben“, so Petra
Münzel.
Einstimmig unterstützt die Grünen-Fraktion
eine Biomüllvergärungsanlage im Landkreis Miltenberg. Grüne Linie ist es laut
Pressemitteilung, statt der Kompostierung Bioabfälle zur Verstromung und zur
Wärmeerzeugung zu nutzen, erklärte Petra Münzel. Keine Probleme sehen die
Grünen bei der Verstromung, da die Vergütung durch das rotgrüne
Erneuerbare-Energien-Gesetz gesichert ist. „Bereits zur Jahrtausendwende haben
die Grünen in der Bundesregierung die Weichen für die nötige Energiewende
gestellt“, so Münzel. Entscheidend ist es jedoch, dass neben dem Strom aus den
Bioabfällen auch die Wärme genutzt wird, betonte Hannelore Kreuzer. „Der
Standort Guggenberg muss deshalb gut bedacht werden, da in dieser Lage die
Nutzung der Nahwärme problematisch ist und die langen Transporte hohe Kosten
und Belastungen für die Bevölkerung mit sich bringen“, erklärte Marion Becker
und betonte, es dürfe hier keine „Denkverbote“ geben.
Als zukünftige Themen legte die Fraktion
neben der Umsetzung des Klimaschutzes fest, sich weiter für ein kostenloses
Mittagessen für Schulkinder aus armen Familien einzusetzen.