Bündnis 90/DIE GRÜNEN
Kreistagsfraktion
Jens Marco Scherf
Carl-Wiesmann-Str. 11
63939 Wörth am Main
P R E S S E M I
T T E I L U N G
Positiver Jahresrückblick bei Grüner
Kreis-Fraktion: Mittagessen für arme Kinder und Geschlechtergerechtigkeit
Projekte für 2008
Dank Wahlerfolg Fraktionsstärke und
mehr politische Schlagkraft für Grüne im Kreistag
Landkreis
Miltenberg. Das beste Wahlergebnis im März 2008 brachte den Grünen mit
Hannelore Kreuzer den vierten Sitz im Kreistag und die Fraktionsstärke, erinnerte
Fraktionsvorsitzender Jens Marco Scherf bei der Abschlusssitzung am 30.
Dezember in Wörth. „Mit der Fraktionsstärke im Rücken haben wir den Erfolgsweg
für den Landkreis fortgesetzt und mitgeholfen, die Klimawende voranzutreiben,
Verbesserungen beim Bus- und Bahnverkehr zu erkämpfen, den Kampf für den Lärmschutz
im Raum Amorbach zu unterstützen und die Pflegetonne für Inkontinenzpatienten
zu erhalten.“
Schwerpunkte für die nächsten Monate werden
das Bemühen um ein gesundes Mittagessen für arme Kinder in den Kreisschulen
sowie der Kampf gegen die anhaltende Diskriminierung der Frauen. Erfolgreich
war im Herbst ein Antrag der Grünen, armen Kindern in den Kindertagesstätten im
Rahmen der Jugendhilfe ein kostenloses Mittagessen anzubieten, nicht jedoch für
schulpflichtige Kinder. „Diesen Unterschied zwischen Kindern Im Schul- und im
Kindergartenalter können und wollen wir weder verstehen noch akzeptieren“,
erklärt Kreisrätin Petra Münzel. Jens Marco Scherf kündigt eine erneute
Initiative für eine Unterstützung armer Kinder beim Mittagessen in den Schulen
an: „Wir werden nachhaken und uns zudem für Initiativen zur Senkung der Rate
der Schulabgänger ohne Schulabschluss sowie für den Erhalt der Grund- und
Hauptschulen in den Regionen einsetzen!“
Auch die Hoffnung auf einen Gnadenhof für
große Tiere wie Pferde, Rinder oder exotische Vögel zum Beispiel wollen die
Grünen noch nicht aufgeben. „Für diese Tiere gibt es, wenn sie wegen schlechter
Haltung in Not sind, derzeit keine Unterbringungsmöglichkeiten in unserer Region“,
sieht Kreisrätin Marion Becker Handlungsbedarf. Mit der neu geschaffenen
Beschäftigungsgesellschaft für Langzeitarbeitslose sehen die Grünen hier
Chancen auf eine Realisierung.
Für eine geschlechtergerechte
Sprachverwendung und ein Ende der wieder zunehmenden sprachlichen
Diskriminierung von Frauen setzt sich ein aktueller Antrag der Grünen ein. „Das
Landratsamt soll entweder eine geschlechtsneutrale Formulierung oder männliche
und weibliche Formen benutzen“, erläutert Kreisrätin Petra Münzel das Anliegen,
denn: „Die maskuline Form, der Mann, ist die Norm, die Frau, die feminine Form,
verschwindet dahinter. Sie wird unsichtbar gemacht.“ Die damit einhergehende Verletzung
der Geschlechteridentität werde deutlich, so Marion Becker, wenn der Spieß
umgedreht wird: „Kein Mann möchte eine „Krankenschwester“ oder eine
„Kindergärtnerin“ (als es diese Berufsbezeichnung noch gab) sein.“ Kreisrätin
Hannelore Kreuzer kritisiert: „Für Frauen soll es selbstverständlich sein, als
„Leser“ oder als „Bürger“, als „Kreisrat“ oder als „Kunde“ „mit“gemeint zu
sein. In einer er Gleichbehandlung fördernden Sprache lohnt es sich, einmal
mehr Luft zu holen, um beide Hälften der Menschheit zu erwähnen. Frauen sind es
als Hälfe der Menschheit wert, genannt zu werden!“