Sehr geehrter Herr LR Schwing,
sehr geehrte Kolleginnen und
Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Vertreterinnen und
Vertreter der Verwaltung,
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Bezug
auf Vorredner
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Dank an
Verwaltung insgesamt & Kämmerer Straub
Was ist uns Grünen
denn überhaupt wichtig?
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Nr.
1 Bildung
o ist mehr als die sehr
geldintensiven Baumaßnahmen;
o gleich bedeutend sind Maßnahmen wie
§ Bildungsangebote in unserer Berufsschule
für Schüler/innen, die noch nicht in den Beruf integriert wurden (zu viele
unserer Jugendlichen müssen noch immer auf BaWÜ / Hessen
ausweichen)
§ auch Girls`Day
oder Neue Wege für Jungs gehören dazu sowie Angebote an Frauen (und Männer) zur
Vereinbarung von Beruf/Familie – an dieser Stelle Dank an Frau Seidel für die
gute Arbeit.
§ Auch Maßnahmen der Jugendhilfe für
Unterstützung suchende Familien – wir denken an die neue, von Frau Neppl besetzte Stelle, oder die JaS
sind wichtige Bausteine
·
sie
sichern Teilhabe benachteiligter junger Menschen und derer Familien an
Gesellschaft & Beruf
·
Dieses niedrigschwellige Angebots haben wir Grünen positiv
mitgestaltet und wirken in Zukunft weiter mit,
o z.B. bei einer Verbesserung der
Kooperation von Schule und Jugendhilfe und dem Ausbau der Jugendsozialarbeit
·
Großen Dank unserer Fraktion an Herrn Winkler und sein Team
§ Bildung: Das sind auch:
·
Angebote
für von Langzeitarbeitslosigkeit betroffenen Menschen in der ARGE
·
Abwicklung
der MIA 31.3. ist:
Für sie ist es eine menschliche Katastrophe
– und eine Ohrfeige für das Engagement des Landkreises Mil
·
wobei ich
verstehe, dass sich Kreis-CSU mit Landrat Schwing und Vorsitzendem Rüth nicht
stärker zu Wort melden, denn:
·
Für den
Erhalt der Fördermittel für die Integration von Langzeitarbeitslosen gab es einen
Antrag der Grünen im Bundestag:
·
Namentlich
haben alle MDB von CSU und FDP diesen Antrag abgelehnt – es war also eine
bewusste Entscheidung von CSU und FDP, diese Unterstützung einzustampfen
·
(es
soll sich in Zukunft dem die Zunge spalten, der noch einmal über den
Arbeitsunwillen von Hartz-IV-Empfängern herzieht!)
·
(Blick
zur SPD) Liebe Kolleg/innen von der SPD – auch ihre Abgeordneten haben
mitgestimmt, die MIA abzuwickeln – Muss ich die Sozialdemokratie noch
verstehen? Ich tue es nicht, die Menschen im Land auch nicht!
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Nr.
2 Klimaschutz und Energiewende:
o Wie Odenwaldkreis & viele bayerische
Landkreis müssen wir ernst machen mit dem Ziel:
o „100% regenerative Energieversorgung und
Wertschöpfung in der Region“
o à mit Spannung erwarten wir, ob die
Region Bayer. Untermain die erhofften Zuschüsse vom Umweltministerium für eine
Studie zur Umsetzung der Energiewende erhält;
o hier dürfen wir nicht zu viel Zeit
verlieren à nicht
Geduld der Kreisräte zählt à Klima / Energieversorgung der Zukunft verkraften keine Geduld
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Nr.
3: Gleichstellungsarbeit
o = Schaffen von Chancengerechtigkeit,
auch für Jugendliche
o Durchführung von Girls` Day und Neue
Wege für Jungs, Einsatz für Frauen betroffen von Benachteiligung und Gewalt und
Impulse für bessere Chancen von Frauen
und auch Männern mit Familie;
o die Argumentation gegen eine Ausweitung
der Stelle durch die blockierend-konservative Mehrheit in diesem Haus ist ein
Hohn angesichts der Ehrenamtsstelle (mit zeitl. begrenzter minimaler Förderung)
o ½-Stelle Gleichstellung hat größeren
& gewachsenen Aufgabenkatalog als die aus dem Boden gestampfte
Ehrenamtsstelle;
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Nr.
4 – Verkehrspolitik:
o Symbolisch steht unser Ziel: Unser Müll
weg von unseren Straßen auf die Schiene:
o Im Zuge der Demographie – immer mehr
ältere Menschen – müssen wir den ÖPNV gerade für die Älteren verbessern –
o Alten Menschen müssen wir Mobilität
ermöglichen – gerade in den Dörfern – Busse, die die Ortskerne mit den
Wohngebieten verbinden für eine Gesellschaft, die immer älter wird
o andernfalls leiden die Menschen und die
kleinen Orte bluten aus;
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Nr.
5 Kinder- und Jugendförderung
o Investitionen in Köpfe – ich nenne Jugendhilfe
- sind wichtiger als in Teer und Beton; deshalb sind Reduzierung Bauunterhalt
& Verschieben v. Investitionen & stabiler Jugendhilfehaushalt gut
Diese Top 5 der Grünen
für eine gut gestaltete Zukunft müssen finanziert werden!
Wenn es um die
drohende finanzielle Schieflage der Kommunen geht, müssen die Wurzeln des Übels
benannt werden!
Nicht lange will
ich über das unsägliche Wachstumsbeschleunigungs-gesetz
– es klingt nach „Brandbeschleuniger“ – und ist einer - für den finanziellen
Ruin unserer Kommunen
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Kritik
am Vergleich?
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Zitat
von CDU-Mitglied Norbert Lammert, der die Wirkung von Steuersenkungen zu Lasten
der Kommunen erkannt hat
Größter Sprengstoff für
Kreishaushalt ist der Anstieg der ALG-II-Bezieher und der deshalb steigenden Unterkunftskosten.
Verstehen Sie es,
o dass
CSU & FDP im dritten Jahr in Folge den Bundesanteil an den Kosten der
Unterkunft absenkt,
o von
durchschnittlich 31,8% in 2007 auf 23,6% in 2010?
o Die
neuerliche Absenkung bewirkt: Kommunalen Ausgaben steigen 2010 um 17 Prozent,
während der Bund seine Ausgaben einfriert.
o Dies
verursacht die enorme Steigerung bei Grundsicherung & Hartz IV auf über 8 Mio € Zuschussbedarf im Gegensatz
zum relativ stabilen Ansatz bei Jugendhilfe
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Verstehen
Sie, dass
o Kreisrat
Wolfgang Zöller mit seiner Stimme eine Anhebung des Bundesanteils verhindert
hat? Hier lamentieren CSU-Mandatsträger/innen, in Berlin wird am Finanzgrab der
Kommunen geschaufelt.
o Gleiches
Prozedere wie bei MIA.
o Kollege Reinhard dazu: „Das ist
grotesk!“ Aber Sie hier tragen als Mitglieder von CSU und FDP
Verantwortung für diese Politik – Berlin ist kein Raumschiff, es ist ihre
Reg!!!
o und diese ist kommunenfeindlich,
unsozial und zerstörerisch. Steuersenkungen streben Sie an zu Lasten eines
funktionsfähigen Staats und zu Lasten der Schwachen!
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Zu rotgrünen Zeiten haben Sie uns in die
Pflicht genommen. Stehen auch Sie zu Ihrer Verantwortung als Mitglied einer
Partei, als Mitglied Ihrer Partei!
Ähnliches
Trauerspiel bei der Jugendsozialarbeit an Schulen:
Schulsozialarbeit ist Aufgabe des Freistaates!
Wenn jedoch der Landtag (CSU-Mehrheit) ein Gesetz schafft, dass sich
Freistaat und Landkreis diese Aufgabe teilen, dann ist dem so!
(Stellungnahme des Bayer. Sozialministeriums vom
25.11.2009 ist eine „ministerielle Watsch`n“ für die
Rechtsauffassung unseres Landkreises)
Ich empfehle:
o
Lesen Sie: Bekanntmachung des Bayer. Staatsministeriums für Arbeit &
Sozialordnung, Familie & Frauen vom 4.7.2003
o
Den örtlichen Trägern
der öffentlichen Jugendhilfe (= Landkreis) obliegt die Verantwortung für die Erfüllung der Aufgaben nach dem Achten Buch
SGB à JaS ist eine objektiv-rechtliche Verpflichtung des Landkreises;
o
Dem Kreistag hätte es gut zu Gesicht gestanden, über die Umsetzung dieser
Vorschrift sachlich zu diskutieren.
§
Lieber
Fraktionsvorsitzender/SPD, Dr. Ulrich Schüren, der Sie wie die CSU/NM für einen
Abbruch der Diskussion im Ausschuss gestimmt haben:
·
Im JHA ist die SPD
wie ein mutiger Tiger gesprungen, vergangenen Do landete Sie in Ihrer Person,
Herr Dr. Schüren, wie ein Schmusekätzchen auf dem Schoß des LR.
·
Und, ach, die Finanzen:
Ein Bild für Männer hilft auf die Sprünge:
·
Wer das Geld für die jährlichen Inspektionen
seines geliebten flotten Cabrios spart, erleidet irgendwann einen Totalschaden.
·
Spaß beiseite: Wir
haben eine ethisch-christliche Verantwortung für die jungen Menschen und wir
haben eine gesellschaftlich-volkswirtschaftliche Verantwortung
§
Wir empfehlen, denken
Sie an die Folgekosten, wenn es uns nicht gelingt, diesen jungen Menschen einen
Platz in unserer Gesellschaft zu verschaffen;
§
Das Abwürgen der Diskussion
ist schlechter Stil. Schwierige Aufgaben können wir nicht totschweigen.
· Deshalb, lieber Kollege Reinhard, Sie hatten die
Aufgabe übernommen den GO-Antrag auf Diskussionsende zu stellen.
·
Seien Sie doch
einfach ehrlich und geben zu, dass ihre Fraktion uneinig ist, der
Antrag stammt von Berninger & Dotzel
·
Uneinigkeit wollen Sie verbergen und
unterbinden daher lieber demokrat. Diskussion.
·
Jetzt verstehen wir (FDP, FW, Grüne), weshalb
Sie gegen eine Übertragung der Sitzungen im Internet sind.
·
Dann könnten dies
alle sehen, einen Irrsinn, für dessen Dimension die Möglichkeiten des
Main-Echos nicht ausreichen. Aber Transparenz meiden Sie wie der Teufel das
Weihwasser (Herr Bieber, Sie nehme ich von meiner Kritik aus)
·
aber der Rest der CSU hat Angst vor Offenheit
und Transparenz – das verstehe ich sogar –
·
aber weshalb sie bei diesem Unterfangen von
der SPD unterstützt werden, verstehen vielleicht sie besser als ich. Ich
kapiere es nicht.
è Eine
kurze Randbemerkung zu Finanzierung von JaS und einem
angesichts dieser Herausforderung blassen Kämmerers.
o
Das ließe sich finanzieren, wenn unsere
Staatsregierung das Geld nicht verzockt hätte, mit
ihrer Möchte-Gern-Welt-Landesbank und einem Verlust von geschätzt 10 Mrd. €.
o
Was sozial möglich ist, sehen wir in Kärnten,
denn für unsere CSU-Granden reicht ein kleines österreichisches Bundesland und
ein Rechtspopulist namens Haider, um mal eben 3,7 Milliarden € zu verlieren.
Herr Landrat, Sie hatten bereits in der vergangenen Woche
das richtige Gespür und erwarten auch heute von meiner Fraktion keine
Zustimmung für den Haushalt, nachdem über JaS nicht
einmal eine sachl. Diskussion von der Mehrheit aus
CSU/NM und Sr. Schüren zugelassen wurde.
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.