Wörth am Main, den 8. September
2008
Pressemitteilung
Thomas Mütze und Jens Marco Scherf sichern
Anwohnerinitiative Amorbach-West ihre Unterstützung zu – Vor-Ort-Termin der
Grünen an B47
Landkreis
Miltenberg. Vor Ort machten sich der Landtagsabgeordnete Thomas Mütze und der
Fraktionsvorsitzende im Miltenberger Kreistag, Jens Marco Scherf, ein Bild von
der Belastung der Anwohner in Amorbach-West. Seit über zwei Jahren kämpft eine
Anwohnerinitiative gegen die übermäßige Lärmbelastung durch illegale Motorradrennen
auf der nahe gelegenen Bundesstraße. In einem Gespräch mit Vertretern der
Anwohnerinitiative sicherten die beiden Grünen-Politiker ihre Unterstützung in
Landtag und Kreistag zu.
Die
Vertreter der Anwohnerinitiative berichteten den Grünen-Politikern vor Ort über
die Bemühungen in den vergangenen zwei Jahren. „Wir sind nicht gegen
Motorradtouristen, wir wehren uns aber gegen den nicht ertragbaren Lärm durch
illegale Motorradrennen und ein sinnloses unzähliges Auf-und-Abfahren der
Strecke“, stellte Heinrich Büddemann klar. Eine beim Bayerischen Landtag
eingereichte Petition ruht seit längerem unbearbeitet und wird erst nach der
Landtagswahl behandelt werden.
Landtagsabgeordneter
Thomas Mütze sagte den Anwohnern seine Unterstützung im Landtag zu, nachdem er
sich im Wohngebiet und auf der B 47 ein Bild von der Lärmbelastung gemacht
hatte. Ebenso fand die Idee seine Zustimmung, das in der Straßenverkehrsordnung
bestehende Verbot des sinnlosen Hin-und-Herfahrens in geschlossenen Ortschaften
auch auf Straßen außerhalb von
Siedlungen auszudehnen. „Auch die aus den 60er Jahren stammenden
Berechnungsgrundlagen des Lärmschutzes von Menschen müssen angepasst werden“,
nahm Thomas Mütze als eine weitere Idee der Amorbacher Anwohner auf. Beide
Anregungen werden an den zuständigen Bundestagsabgeordneten der Grünen, Dr.
Toni Hofreiter, weitergeleitet.
Kreisrat
Jens Marco Scherf beklagte die Lärmbelastung des Kurortes Amorbachs sowie die
Gefährdung des regionalen Tourismus durch die Motorradrennen. „Ich hätte mir gewünscht,
dass in dieser Sache sich der Landrat und das Landratsamt stärker für die
Anliegen der Menschen in unserer Heimat eingesetzt hätten und als Dienstleister
am Bürger die Initiative übernommen hätten, mögliche Maßnahmen zur Beruhigung
der Straße zu prüfen“, kritisierte Jens Marco Scherf die fehlende Unterstützung
aus Miltenberg für die Anwohnerinitiative.
Bedauert
wurde sowohl von Anwohnern als auch von den beiden Grünen-Politikern, dass die
Polizei wegen fehlender Ressourcen bislang nicht in der Lage war, verstärkt
Kontrollen durchzuführen, um Überholverbote und die Tempo-70-Beschränkung zu
überwachen. Eine neue Studie unter Federführung des Straßenbauamtes
Aschaffenburg, an der die Anwohnerinitiative mitarbeiten wird, soll die
Wirksamkeit dieser Maßnahmen, die Entwicklung der Lärmbelastung sowie etwaige
weitere Maßnahmen prüfen. „Uns geht es nicht um ein Fahrverbot, uns geht es
alleine um einen wirksamen Schutz vor einer seit Jahren unerträglichen
Lärmbelastung“, betonte Hans Halbwachs das Ziel der Anwohnerinitiative, wozu
sie volle Unterstützung von Thomas Mütze und Jens Marco Scherf von den Grünen
erhalten.